Willkommen im O.M.R. Oil Market Report – Fachglossar

zum Ölmarkt mit Erläuterungen von Begriffen

des physischen Handels, der Börsen usw.

 

Fortlaufende Erweiterungen sind geplant....

darum freuen wir uns über

Ihre Fragen, Anregungen und Hinweise.

 

Ihr O.M.R. – Team // (home: http://www.omr.de/)

(03.07.2006/JA)

 

Absicherung

Additive

Alternative Kraftstoffe

Andienung 

API 

API-Dichte

API-Grade

ARA

Arbitrage

Aromaten

Ask

Auto-/Oil-Programm (AOP)

Average

 

Backwardation

Bank of Japan

Baisse

Barchart

Barge

Barrel

Barrel, amerikanischer

Bearish

Benchmark

Benzin

Benzol

Bevorratung

Bid

Biodiesel

BIP

Bitumen

Blockheizkraftwerke

Boe

Börse

Börsenanalyse

BoJ

Bollinger-Bänder

Bpd

Brennstoffzelle

Brennwert

Brennwerttechnik

Briefkurs

Brent

Brent Spot

British Termal Unit

Broker

BSP

BTU

BuBa

Bullish

Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)

Bunkeröl

Business-to-Business (B2B)

Business-to-Consumer (B2C)

 

Call

Candlesticks

Cargo

Cetanzahl

CFD

CFPP

CFTC

Chart

Chartanalyse

Cif

Clearing

Clearing House

Close

Cloudpoint

Co2

Coker

Contango

Convenience

Cracker

Cross-Hedge

 

Day Trading

DAX

Dealer

Delivery Month

Destillationsanlage

Dieselkraftstoff

DIN

DIN-Normen für Mineralöl

Diskont

Divergenz

DK

DOE

DOW-Jones

Downstream

Düsentreibstoff

 

EBusiness

EBITAD

EBV

EFP

Eigenhändler

Einschuß oder Ersteinschuß

Ekofisk

Emissionen

Erdgas

Erdöl

EU

Eurosuper

Exploration

 

FCA

FCC-Anlage

Fed

Feedstock

Fix

Flammpunkt

Flash point (fl)

Floor Broker

Flotta

Flugbenzin

Flugturbinenkraftstoff

Flüssiggas

Fob

FOD

Force Majeure

Forties

Fot

Free Carrier

Freie Tankstellen

Frontmonat

Fundamental-Analyse

Furfurol

Future/Futureskontrakt

Futuresbörse

 

Gallone, amerikanische

Gallone, Imperial (engl.)

Gasöl

Geld/Brief

Geldkurs

Gewinnmitnahmen

Glattstellung

Glattstellungs-Transaktionen

Gradtagszahlen

Grenzübergangswert

Grundöle

Gullfaks

 

Hedger

Hedging

Heizöl

Heizölkennzeichnung

Heizwerte

HFO 1 pct

HFO 1,8 pct

HGL

High sulphur

High/hoch

HSFO

 

IEA 

Immission

Incoterms

Interconnector

IT-Produkte (Produkte der Informationstechnik)

IP

IPE

IWO

 

Jato

Jet Fuel

JP-1

 

Kcal

Kassamarkt

Katalysator

Kaufabsicherung

Kavernenspeicher

Kerosin

Kilokalorie

Kilowattstunde

Kohlenwasserstoffe

Kommission

Konsolidierung

Kontrakte

Konvergenz

Konversionsanlage

Kraftstoffe, schwefelarm, schwefelfrei

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Kwh

 

Last/Letzter Handel

Last Trading Day

Limit

Linienchart

Liquidation

LNG

Locals

Lombard

Long

Long-Hedge

Long Position

Lot

Low/tief

LPG

LSFO

 

MA

Margin

Mbpd

Methan

Methanol

Mitteldestillate

MIP

MOGAS

Momentum

Monatswechsel

Moving Average (MA)

MTBE

Mth

Mton

Muster

 

Nachschuß

Naphta

NAPM

Nationales Informationssystem (NIS)

NDO

Net-Back-Verträge

NK

Non-OPEC

NWE

NWO

NYMEX

 

OAPEC 

Ölpreisbindung

Offene Positionen

Offer

Offshore (vor der Küste)

OK

Oktanzahl

Olefine

OPEC

OPEC-Korbpreis

Open

Open Contracts

Open-Interest

Optionen

Oseberg

Ottokraftstoff

Over the Counter (OTC)

 

PADD

Pct

Petroleum

Petrolkoks

physische Lieferung

Pit

Porenspeicher

Ppm

Premium

Premium spreads

Prev.

Primärenergien

Produkte

Produktion

Profit-taking

Put

 

Rally

Range

Rapsöl, Rapsölmethylester

Referenzöl

Raffinerie

Reformulated Gasoline

Regular

RFG

RÖE

Rohöleinheit

Rohölprovinienzen

Rohölsorten

Rotterdamer Markt

enRound turn

RSI

 

Schwefelarm/schwefelfrei

Settlement Price

SFR

Short

Short-covering

Short-Hedge

Short Position

Shutdown

SIMEX

SKE

Spekulant

Spekulation

Spezifikationen

Spotmarkt

Spread

Spread-Auftrag

Stadtgas

Steinkohleneinheit

Stochastik

Stop-Order

Substitution

Swap

 

TA Luft

Terminbörse

Terminkontrakt

Tick

Treibhauseffekt

Trend

Trendlinien

Trigger

 

Überkauft

Überverkauft

ULSD

Umrechnungsfaktoren

Unterstützung

Upstream

USD

 

Verkaufsabsicherung

Volatilität

Volumen

Vortag Diff.

 

 

Warenterminbörse Hannover (WTB)

Widerstand

Wirkungsgrad

WTI

 

 

Absicherung: Eine Absicherung  von Warenbeständen oder Kaufabsichten ist durch den Kauf (Kaufabsicherung) oder Verkauf (Verkaufsabsicherung) eines Future möglich. Dadurch entsteht ein Schutz vor Preisveränderung der zugrundeliegenden Ware.

 

Additive: Additive sind Zusatzmittel oder Wirkstoffe, die in Kraft-, Brenn- und Schmierstoffen erwünschte Eigenschaften verstärken, unerwünschte Eigenschaften unterdrücken oder neue Wirkungen ausüben. So können bei Kraftstoffen das Motoreinlaßsystem sauber gehalten und Ablagerungen im Motor verhindert oder in Schmierölen die Alterungsbeständigkeit verlängert werden. Senkung der Schadstoffemissionen im Abgas und Verhinderung der Korrosion von Metallteilen im Kraftstoffsystem sind weitere Wirkungen von Additiven.

 

Alternative Kraftstoffe: Als „Alternative Kraftstoffe“ werden Energieträger für Otto- und Dieselmotoren bezeichnet, die – mit Ausnahme von Flüssiggas – nicht aus der Mineralölverarbeitung stammen. Dazu gehören Rapsöl und Ethanol aus landwirtschaftlicher Produktion, Erdgas verflüssigt oder unter Druck sowie Wasserstoff. Rapsöl und andere Pflanzenöle werden mit Methanol zu sog. Estern umgesetzt und als „Biodiesel“ angeboten

 

Andienung: physische Lieferung bei Börsenkontrakten

 

API: American Petroleum Institute. Das Institut gibt wöchentliche Statistiken über den US-Ölmarkt heraus mit Angaben über Bestände, Verarbeitung, Importe, Absätze. Einen Tag nach der Bekanntgabe der API-Zahlen wird die Statistik des Energieministeriums veröffentlicht (siehe auch DOE, Department of Energy). Beide Statistiken gelten als richtungsweisend bei der weiteren Preisentwicklung

 

API-Grade: Konventionelles Dichtemaß aus den USA (entwickelt vom API), das vor allem für die Beurteilung von Rohölen verwendet wird. Nach Rohölprovenienzen unterschiedlich (s. auch API-Dichte)

 

ARA: Der Großraum Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen. Auch als "Rotterdamer Markt" bekannt. Für Ölverarbeitung und -handel Drehscheibe für Nordeuropa. Auch Auslieferungsbasis für Andienung von IPE-Börsenkontrakten.

 

Arbitrage: Die Arbitrage bezeichnet die Ausnutzung unterschiedlicher Kurse einer Ware an verschiedenen Märkten (Börsen) durch den gleichzeitigen Kauf und Verkauf an beiden Märkten. (z.B. Kassamarkt und Terminbörsen) bestehen.

 

Aromaten ist der Sammelbegriff für ringförmige, ungesättigte Kohlenwasserstoffe des Benzoltyps. Bekannte Aromaten sind Benzol, Toluol und Xylol.

 

Ask: Offerte oder Angebot, Briefkurs

 

Auto-/Oil-Programm (AOP): Das AOP dient zur Verbesserung der Luftqualität in Europa. Dazu werden Abgasgrenzwerte für Kraftfahrzeuge und Kraftstoffspezifikationen festgelegt. Im Rahmen von AOP I wurden Spezifikationen ab dem Jahr 2000 beschlossen, AOP II wird Werte ab 2005 festschreiben.

Das Auto/Öl-Programm ist ein von der Europäischen Kommission initiiertes, gemeinsam mit der europäischen Automobil- und Mineralölindustrie durchgeführtes Forschungsprogramm zur Untersuchung der Auswirkungen moderner Motortechniken und veränderter Kraftstoffzusammensetzung auf die Fahrzeugemissionen. Die Untersuchungsergebnisse unter Berücksichtigung der Luftqualität bilden die Grundlage für die Festlegung der Abgasgrenzwerte und der Kraftstoffqualitäten vom Jahr 2000 an.

 

Average: durchschnittlich - Durchschnittswerte - arithmetisches Mittel

 

Backwardation: Preisverhältnis (insb. an den Terminbörsen) bei  dem der Preis späterer Erfüllungstermine unter dem Preis des Spot- bzw. Frontmonats liegt. Gegenteil  ->Contango.

 

Baisse: heftiger Preisverfall, beschreibt panikartige Verkäufe an den Börsen

 

Bank of Japan: Japanische Notenbank (BoJ)

 

Barchart: Graphische Darstellung des Börsengeschehens mittels eines Bars (=Stäbchen). Ober und Unterkante bedeuten Höchst- und Tiefstwert einer Zeitperiode (Tag, Woche, Monat), der kleine Strich nach links liegt auf Höhe des Eröffnungswertes, der kleine Strich nach rechts stellt den Schlußwert dar.

 

Barge: Binnentankschiff für Massengüter, Ladefähigkeit ca. 1.000-3.000 t.

 

Barrel: auch als Faß bekannt, amerikanisches Raummaß für Rohöl. Kurzwort: bbl. Umrechnungsformel: 1bbl = 42 US-Gallonen = 158,9641Liter

Eine Tonne Nordseeöl hat ca. 7,50 Barrel

 

Bearish: engl. von "Bär". Börsenbezeichnung für Situationen, Stimmungen und Ereignisse, die preisdrückend wirken können. Gegenteil  ->bullish

 

Benchmark: Leitgröße, Richtwert, Richtstandard

 

Benzin besteht aus Kohlenwasserstoffen des Rohöls, die im Bereich von 35 bis 210 Grad Celsius sieden. Im Sprachgebrauch ist Benzin die üblichere Bezeichnung für Ottokraftstoff.

 

Benzol ist der einfachste aromatische Kohlenwasserstoff (Aromaten). Benzol wird u.a. zur Herstellung von Synthesefasern und Schaumstoffen verwendet. Einfachster aromatischer Kohlenwasserstoff (Aromaten). Es stellt einen der wichtigsten Rohstoffe der chemischen Industrie dar. In geringer Menge ist Benzol in Ottokraftstoffen enthalten; er wird dem Kraftstoff nicht zugesetzt. Deren Benzolgehalt ist in der EU durch die Richtlinien vom 28. Dezember 1998 auf

1 Vol.-% begrenzt, dieser Wert ist über die  Kraftstoffqualitätsversorgung verbindlich in Deutschland eingeführt worden.

 

Bevorratung: Seit 1965 sind die in der Bundesrepublik Deutschland tätigen Mineralölverarbeiter und – importeure gesetzlich verpflichtet (Bevorratungsgesetz), über ihre normalen Lagerbestände hinaus Pflichtvorräte zur Sicherung der Energieversorgung zu halten. Um die bestehenden Wettbewerbsverzerrungen auf dem Mineralölmarkt zu vermeiden, wurde Anfang 1977 zwischen dem Außenhandelsverband für Mineralöl e.V. (AFM) und dem Mineralölwirtschaftsverband e.V. (MWV) ein von beiden Verbänden gemeinsam getragenes Bevorratungsmodell erarbeitet, das zur Grundlage des Erdöl-Bevorratungsgesetzes vom 25. Juli 1978 (Bundesgesetzblatt I, 1978, Seite 1073) wurde.

Der aufgrund dieses Gesetzes gegründete Erdölbevorratungsverband (EBV), übernahm seit dem 1. Dezember 1978 die Vorratshaltung. Kraft Gesetz sind alle Verarbeiter und Importeure von bevorratungspflichtigen Mineralölerzeugnissen Pflichtmitglieder dieser Körperschaft des öffentlichen Rechts. Mit der letzten Novellierung des Erdölbevorratungsgesetzes 1998 wurde die Bevorratungspflicht des EBV auf 90 Tage festgelegt.

Die laufenden Kosten der Vorratshaltung des EBV werden durch Mitgliedsbeiträge gedeckt. Um dem Verbraucher die für die Versorgungssicherheit notwendigen Bevorratungskosten deutlich zu machen, werden diese Kostenanteile häufig in den Rechnungen offen ausgewiesen. (Stand 2001: Benzin 6,8 Euro/t, HEL 5,33 Euro/t, HS 4,30 Euro/t).

Die Vorratspflicht, die auch durch Rohöl (rechnerische Ausbeute) erfüllt werden kann, erstreckt sich auf folgende Produktgruppen:

o        Produktgruppe 1: Motorenbenzin, Flugbenzin, Flugturbinenkraftstoff auf Benzinbasis

o        Produktgruppe 2: Dieselkraftstoff, leichtes Heizöl, Leuchtöl, Flugturbinenkraftstoff auf Petroleumbasis

o        Produktgruppe 3: mittelschweres und schweres Heizöl

 

Bid: Geldkurs , Kaufwille oder -absicht

 

Biodiesel: Werbebegriff für Fettsäuremethylester, der in Deutschland vor allem aus Rapsöl durch chemische Umsetzung mit Methanol erzeugt wird (Rapsölmethylester (RME)). RME ist ein Kraftstoff aus landwirtschaftlicher Produktion, der für den Betrieb von Dieselmotoren grundsätzlich geeignet ist. Eine Anforderungsnorm (DIN 51 606) zur Sicherstellung gleichbleibender Qualität ist in Vorbereitung. Reines Pflanzenöl oder Speisefett kann in normalen Dieselmotoren nicht ohne erhebliche Risiken verwendet werden.

 

BIP: Bruttoinlandsprodukt

 

Bitumen: Als Bitumen werden die Rohölbestandsteile bezeichnet, die auch in der Vakuumdestillation nicht verdampfbar sind (nicht destillierbar). Das ist das Bodenprodukt der Vakuumdestillation bei der Verarbeitung von naphten- oder gemischtbasischen Rohölen. Bitumen findet Verwendung im Straßenbau (Asphalt) sowie für Isolierungen und Dachpappen.

 

Blockheizkraftwerke: Blockheizkraftwerke (BHKW) produzieren gleichzeitig Wärme und Strom nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Sie versorgen nahe gelegene Großabnehmer oder Abnehmergruppen sowohl mit Elektrizität als auch mit Heiz- und / oder Prozesswärme, die bei der Stromerzeugung entsteht.

 

Boe ist die Abkürzung für "Barrel oil equivalent". Man rechnet z.B. Erdgasmengen, die üblicherweise in Kubikfuß oder Kubikmeter angegeben werden, in boe um, um die gesamte Förderung von Erdöl- und Erdgas in einer Summe angeben zu können.

 

rse: Beschreibt einen Markt der regelmäßig stattfindet, durch fixierte Regeln organsiert ist und eine behördlichen Zulassung als Börse besitzt. > IPE, > NYMEX, >WTB

 

Börsenanalyse: Analysiert den aktuellen Markt und versucht daraus, Rückschlüsse für die zukünftige Preisentwicklung zu ziehen. Die Börsenanalyse wird unterteilt in Fundamentalanalyse und Chartanalyse.

 

Bollinger-Bänder: Die Bollinger-Bänder sind Linien, die nach einer bestimmten mathematischen Methode um einen Moving Average gelegt sind. Sie erzeugen Warnsignale und geben frühzeitig an, wenn der Markt korrekturbereit ist. Zudem werden sie zur Trendbestimmung herangezogen.

 

Bpd: barrel per day (deutsch: Barrel pro Tag). Die  Fördermenge eines Ölfeldes oder die  Raffineriedurchsatzmenge werden in bpd gemessen.

 

Brennstoffzelle: Aggregat zur Erzeugung von Strom durch kalte Verbrennung. Als Brennstoff ist Wasserstoff besonders geeignet, der aber auch durch Verarbeitung von Methanol oder Benzin  erzeugt werden kann. Vorteil der Brennstoffzelle ist die im Vergleich zum Verbrennungsmotor höhere Energieausnutzung des Elektromotors bei der Vermeidung des hohen Ladegewichts für Speicherbatterien.

 

Brennwert: Der Brennwert (Ho) gibt die gesamte Wärmemenge an, die bei der vollständigen Verbrennung eines fossilen Energieträgers in bestimmter Menge frei wird. Er beinhaltet also auch die Verdampfungswärme, die freigesetzt wird, wenn der im Abgas enthaltene Wasserdampf kondensiert.

 

Brennwerttechnik: Brennwerttechnik nutzt zusätzlich zur Brennstoffenergie die Wärme des Wasserdampfes im Abgas, die bei konventionellen Kesseln ungenutzt durch den Schornstein entweicht, und speist sie ins Heizsystem ein. Dadurch erhöht sich der  Wirkungsgrad des Systems.

 

Brent:  North Sea Brent Blend eine international marktbestimmende Ölsorte aus dem engl. Nordseeölfeld „Brent“, deren Preis u.a. als Richtstandard gilt. An der IPE werden Brent-Kontrakte gehandelt.> WTI

 

Brent Spot: physische Brent-Kassapreise

 

 

Briefkurs: Angebotspreis einen Futures-Kontrakt zu diesem Kurs zu verkaufen

 

Broker: 1. Makler mit der Zulassung für die entsprechende Börse.

              2. Maklerfirma für die Abwicklung von Termin-Kontrakten gegen Gebühren

 

BSP: Bruttosozialprodukt

 

BuBa: Deutsche Bundesbank

 

Bullish: engl. von "Bulle"; Börsenbezeichnung für Situationen, Stimmungen und Ereignisse, die preistreibend wirken (können). Gegenteil ->bearish

 

Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG):  Das Bundes-Immissionsschutzgesetz trat 1974 in Kraft. Es regelt die Umweltschutzanforderungen bei Errichtung und Umbau von Produktionsanlagen, legt Immissions- und Emissionsgrenzwerte fest und sit die Grundlage für Umweltsachschutzanforderungen an industrielle und gewerbliche Erzeugnisse. Detailregelungen finden sich in Verordnungen und Verwaltungsvorschriften, die auf der Grundlage des BImSchG erlassen worden sind, z.B. 20. BimSchV (Gaspendlung) oder 21. BImSchV (Gasrückführung).

 

Bunkeröl: (engl. Bunker fuel) Als Bunkeröle werden die in der Schiffahrt verwendeten Brennstoffe bezeichnet. Während auf Binnenschiffen im Allgemeinen Dieselkraftstoff verwendet wird, werden die Dieselmotoren in der Seeschiffahrt mit Schiffsbrennstoffen betrieben, die  dem schweren Heizöl entsprechen. Für Bunkeröle gelten die internationalen Normen ISO 8216 und ISO 8217 .

 

 

Business-to-Business beschreibt die Unterstützung von Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen oder Händlern untereinander durch Informations- und Kommunikationssysteme, insbesondere mit Technologien, die auf dem Internet basieren (Palette reicht von Bestellsystemen bis zu Produktentwicklungen und Schaffung von elektronischen Märkten).

 

Business-to-Consumer bezeichnet die Unterstützung von Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Endverbrauchern durch Informations- und Kommunikationssysteme, insbesondere mit Technologien, die auf dem Internet basieren (z.B. Vertrieb- und Serviceanwendungen, Dienstleistungsangebote).

 

Call: Kaufoption

 

Candlesticks: Graphische Darstellung des Börsengeschehens durch eine Candle (=Kerze). Liegt der Schlußkurs über dem Eröffnungswert, dann wird der Raum zwischen diesen beiden Punkten weiß ausgefüllt und ergibt eine weiße Kerze. Liegt der Schlußwert dagegen unter dem Eröffnungswert, dann wird der Raum schwarz ausgefüllt und es entsteht eine schwarze Kerze. Das verbleibende Stück nach oben heißt Docht, das Stück nach unten wird Lunte genannt. Die Candlesticks bilden eine Vielzahl besonderer Muster, die für die Preisprognose nutzbar gemacht werden.

 

Cargo: Seeschiffsladung

 

Cetanzahl:  Eine zentrale Anforderung an Dieselkraftstoff ist die Zündwilligkeit. Da Dieselmotoren im Unterschied zu Ottomotoren keine Zündkerzen besitzen, muss das Luft/Kraftstoff-Gemisch die Verbrennung ohne Zündfunken beginnen. Diese Eigenschaft des Dieselkraftstoffs wird ähnlich wie bei Ottokraftstoff in einem Testmotor untersucht. Der Vergleich der Zündwilligkeit mit Referenzkraftstoffen ergibt dann die sog. Cetanzahl. Robuste, alte Dieselmotoren können mit Diesel mit Cetanzahlen ab 40 betrieben werden, für moderne Hochleistungsmotoren mit geringem Schadstoffausstoß, die die Qualitätsanforderungen des heute an den Tankstellen verkauften Dieselkraftstoff bestimmen, werden Cetanzahlen über 52 benötigt.

 

CFD: contract for differences, eine Art (Rohöl)-Swap, börsenexterner (meist) Rohöl-Handel (vorzugsweise mit Brent), auch bekannt als Swap-Geschäft. Hierbei "verkauft" der Verkäufer zu einem festen prompten Kassapreis, vereinbart aber gleichzeitig, z.B. in zwei Monaten zurückzukaufen, und zwar zu dem dann gültigen Preisen, wie sie in einer unabhängigen Publikation notiert werden. Es gibt keine physische Lieferung, die Erfüllung des Vertrages erfolgt über die Ausgleichszahlung des Schuldners.

 

CFPP: Cold-Filter-Plugging-Point (Grenzwert der Filtrierbarkeit), dient der Beschreibung des Kälteverhaltens bei Heizöl und Diesel.

 

CFTC: Commodity Futures Trading Commission. Unabhängige staatliche US-amerikanische Kommission, die vom Kongreß eingesetzt wurde, um den Handel an den US-amerikanischen Terminbörsen zu regulieren (seit 1975 tätig). Vorher wurden die Terminbösen vom Landwirtschaftsministerium kontrolliert. Zu den am meisten beachteten regelmäßigen Veröffentlichung der CFTC gehört die wöchentliche Bekanntgabe offener, spekulativer Börsenpositionen.

 

Chart: Börsendiagramm mit grafischen Darstellungen vergangener Preisbewegungen und anderen Angaben über das „technische“ Marktverhalten. Dient auch zur Bestimmung von Preiswiderständen und Unterstützungsniveaus.

 

Chartanalyse : Die Chartanalyse prognostiziert die zukünftige Preisentwicklung einerseits durch visuelle Analyse der graphischen Darstellung des Marktgeschehens an der Börse, andererseits durch Wertereihen, die mit Hilfe besonderer mathematischer Methoden auf Grundlage der

Eröffnungs- Höchst- Tiefst- und Schlußwerte errechnet werden. Die graphische Darstellung geschieht mittels Barchart, Linienchart oder Candlesticks und ermöglicht die Festlegung von Trendlinien und das Einzeichnen von Mustern. Die rechnerischen Werte werden in erster Linie beim Momentum, RSI, Stochastik, Moving Average und Bollinger-Bändern verwendet

 

Cif: cost, insurance,fFreight (Kosten, Versicherung, Fracht) Klausel im internationalen(Öl) Handel, die besagt, daß der Verkäufer die Kosten und die Fracht für die Beförderung der Ware zum vereinbarten Bestimmungsort und die Seetransportversicherung gegen die Gefahr des Untergangs oder von Schäden an der Ware während des Transports tragen muss ( siehe FOB).

 

Clearing ist der Prozeß der Abwicklung, Besicherung und geldlichen Regulierung der an einer Terminbörse abgeschlossenen Geschäfte, den die Clearingbank durchführt.

 

Clearing House: Verrechnungsstelle einer oder mehrerer Terminbörsen, Überwachung der Abwicklung und Einhaltung eingegangener Kontrakte sowie Verrechnung der Geschäfte mit den Börsenmitgliedern.

 

Close: letzter Handel in einer Börsensitzung. Schlußphase eines Markttages, die durch den offiziellen Schlußkurs (settlement price) abgeschlossen wird.

 

Cloudpoint: Temperatur, bei der flüssige Produkte Trübung durch Ausscheidung von Parafinkristallen zeigen. Dient der Angabe des Kälteverhaltens bei Mitteldestillaten.

 

CO2: Kohlendioxid. Abgas, das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht.

 

Coker: Ein Coker ist eine Raffinerieanlage zur Umwandlung sehr schwerer Kohlenwasserstoffmoleküle in leichtere Produkte. Dabei entsteht Petrolkoks. Es gibt eine Reihe von Verfahrenvarianten, deren bekannteste das „Delayed coking“ (verzögerte Koksbildung) ist.

Petrolkoks wird überwiegend zur Herstellung von Elektroden für die Aluminiumerzeugung und als Brennstoff verwendet.

 

Contango: Preisverhältnis (insbesondere an den Terminbörsen), bei denen der Preis späterer Erfüllungstermine über dem Preis des Spot- bzw. Frontmonats liegt. Gegenteil ->backwardation

 

Convenience:  (engl. für Annehmlichkeit, Bequemlichkeit) steht für die Waren- und Dienstleistungsangebote im Tankstellenshop, die der Kunde angenehm, bequem, zeitsparend und ohne Parkplatzsorgen nutzen kann.

 

Cracker: Ein Cracker ist eine Anlage, in der Kohlenwasserstoffmoleküle beim hoher Temperatur gespalten werden. Auf diese Weise entstehen aus festen oder zähflüssigen Produkten leichtflüssige Produkte oder aus leichtflüssigen Produkten Gase. In der Petrochemie ist Cracker ein Synonym für Olefinaanlage.

 

Cross-Hedge: Ein Cross-Hedge ist ein Ersatzsicherungsgeschäft, weil an der Terminbörse keine Futures auf die eigentliche Ware gehandelt werden. Statt dessen weicht der Hedger auf einen Futures aus, dessen Basisgut seiner Ware ähnelt und deren Preise ähnlich verlaufen, z.B. Heizöl und Diesel, Jet.

 

Day Trading: (Tageshandel) Eröffnung und Schließung einer Position innerhalb eines Börsentages.

 

DAX: Deutscher Aktienindex. Der DAX reflektiert als Durchschnitt 30 deutsche Aktien-Standard-Werte (siehe  DOW-Jones).

 

Dealer: (deutsch: Händler) Angestellter eines Brokers, der für Kunden Kauf- und Verkaufsaufträge abwickelt.

 

Delivery Month: Ein bestimmter Liefermonat (Terminmonat), auf den der Kontrakt lautet und in dem an einem bestimmten Zeitpunkt das Termin- zum Kassageschäft wird, wenn vorher keine Glattstellung erfolgte.

 

Destillationsanlage: Eine Destillationsanlage ist die erste Stufe der Rohölverarbeitung. Hier werden die unterschiedlichen Bestandteile des Rohöls (wie Benzin und Heizöl) voneinander getrennt. Anschließend werden die Produkte veredelt (z.B. entschwefelt) oder weiterverarbeitet.

 

Dieselkraftstoff: Dieselkraftstoff gehört wie das leichte Heizöl zu den so genannten Mitteldestillaten. Die Qualitätsanforderungen für Dieselkraftstoff sind in der DIN EN 590 niedergelegt. Wie auch bei Ottokraftstoff sind auf der Grundlage des Auto/Öl-Programms die Anforderungen an Dieselkraftstoff verschärft worden. So wurde der Schwefelgehalt mit Wirkung vom 1. Januar 2000 europaweit auf 350 ppm (ppm) limitiert. Laut EU-Richtlinie sollte der Schwefelgehalt von Dieselkraftstoff ab 2005 nur noch 55 ppm (Bezeichnung : schwefelarm) betragen und wurde bis 2009 weiter auf 10ppm gesenkt. Die Bundesregierung hatte sich allerdings entschieden, Dieselkraftstoff mit höheren Schwefelgehalten bereits ab 1. November 2001 höher zu besteuern, um die Einführung schwefelarmer Kraftstoffe zu fördern. Bereits seit Januar 2003 wurde in Österreich und Deutschland die sogenannte Schwefelfreiheit erreicht. Als Steuer gilt für Diesel 10ppmS die Mineralölsteuer von EUR 470/cbm in Deutschland.

 

DIN: Deutsche Industrie Norm

 

DIN-Normen für Mineralöl: Zur Sicherung, Gewährleistung und Überprüfung der Qualität von Mineralölprodukten aufgestellte Anforderungen und zur Untersuchung vorgeschriebene Analysemethoden (Ottokraftstoff, Dieselkraftstoff, Heizöl). Die Normen werden im Fachausschuß für Mineralöl- und Brennstoffnormung (FAM) im Deutschen Institut für Normung (DIN) von Herstellern, Verwendern und Behörden erarbeitet und werden zur Qualitätssicherung bei Geschäftsbeziehungen und als Grundlage staatlicher Regelungen (Kraftstoffqualitätsverordnung) verwendet (Normung).

 

Diskont: Diskontsatz, den der Rat der Europäischenzentralbank (EZB) beschließt, dient der Regulierung der Geldversorgung und des Zinsniveaus. Es ist der Zinssatz, den die Deutsche Bundesbank den Kreditinstituten beim Ankauf von Wechseln von Geschäftsbanken berechnet, den die Banken ihren Kunden beim Ankauf von Wechseln in Rechnung stellen (Lombard)

 

Divergenz: Auseinanderlaufen von Preisrichtung und Bewegungsrichtung bei Momentum, RSI und Stochastik. Deutet eine potentielle Trendumkehr an.

 

DK: Dieselkraftstoff

 

DOE: US-Department of Energy. Amerikanische Energiebehörde. Sie veröffentlicht wöchentliche Daten zum Ölmarkt (siehe auch API).

 

DOW-JONES: Der bekannteste Aktien Kursindikator weltweit, der den Verlauf des Durchschnitts amerikanischer Standardaktien wiedergibt (siehe DAX)

 

Downstream: Bezeichnung für alle Tätigkeitsbereiche im Mineralölgeschäft im Anschluß an die Ölförderung (Upstream): also Transport, Verarbeitung, Vertrieb, Forschung und Entwicklung.

 

Düsentreibstoff: siehe Flugturbinentreibstoff, Kerosin

 

eBusiness ist der Oberbegriff für die Unterstützung der Geschäftsbeziehungen eines Unternehmens durch Informations- und Kommunikationssysteme, insbesondere Technologien, die auf dem Internet basieren.

 

EBITAD: Das EBITAD (Earning before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) entspricht dem Betriebsergebnis vor Zinsaufwand, Steuern und Abschreibungen (aber nach ausländischen Explorations- und Produktionssteuern)

 

EBV: Erdölbevorratungsverband e.V., Körperschaft öffentlichen Rechts. Verantwortung  zur Mengensicherung für Krisenfälle. Der Kostenaufwand wird durch den s.g. EBV-Beitrag an den Verbraucher weitergeleitet. Die EBV-Beiträge sind Produktabhängig (siehe Bevorratung).

 

EFP: exchange for physicals, Handel eines Papierwertes gegen einen physischen Wert. Am Tag der Lieferung wechselt durch Übertragung der Börsenkontrakte die physische Menge den Besitzen.

 

Eigenhändler: (englisch: locals) Ein Eigenhändler ist ein Börsenteilnehmer, der ausschließlich für eigene Rechnung handelt.

 

Einschuß oder Ersteinschuß: Der Einschuß ist die Sicherheitsleistung, die jeder Marktteilnehmer hinterlegen muß, um einen Kontrakt handeln zu können.

 

Ekofisk: Ölfeld in der Nordsee bzw. Rohöl aus diesem Feld

 

Emissionen sind die von industriellen und gewerblichen Anlagen ausgehenden Luftverunreinigungen (Schadstoffausstoß). Immission sind die auf Menschen , Tiere, Pflanzen oder Sachen einwirkenden Luftverunreinigungen (Niederschlag von Emissionen).

 

Erdgas: Sammelbezeichnung für brennbare, überwiegend aus Methan bestehende Naturgase, deren weitere Bestandteile u.a. Ethan, Propan, Stickstoff, Kohlendioxid, in einigen Fällen auch Schwefelwasserstoff sind. Erdgas ist z.T. gemeinsam mit Erdöl entstanden, z.T. hat es sich im Laufe der Inkohlung aus Kohle gebildet. Es wird hauptsächlich als Brennstoff verwendet. Der Einsatz in Kraftfahrzeugen (direkt oder zur Erzeugung von Methanol oder Wasserstoff als Brennstoffzellenantrieb) ist zur Zeit Gegenstand intensiver Forschungen.

 

Erdöl ist ein natürlich vorkommendes Gemisch aus Kohlenwasserstoffen verschiedenster Zusammensetzung (besonders Paraffine, Naphthene, Aromaten

 

EU: Europäische Union

 

Eurosuper: (engl: Eurograde) Superkraftstoff mit einer Oktanzahl von minimum 95

 

Exploration: Suche nach Erdöl oder Erdgas.

 

FCC-Anlage

FCC steht für Fluid Catalytic Cracker. Eine FCC-Anlage ist eine Konversionsanlage, in welcher der Spaltvorgang durch einen Katalysator unterstützt wird.

 

Fed: Federal Reserve Bank, US-Bundesbank

 

Feedstock: Bezeichnung für Einsatzprodukte zur weiteren Be- und Verarbeitung im Raffinerieprozeß.

 

Flammpunkt: Temperatur eines Mineralölproduktes, bei der sich unter in Prüfnormen definierten Bedingungen – in einem geschlossenen Tiegel – durch Fremdentzündung entflammbares Gemisch bildet. Typische Flammpunkte sind:

 

Benzin

unter 0 Grad Celsius

Petroleum

ca. 40 Grad Celsius

Dieselkraftstoff, Heizöl EL

56 Grad bis 65 Grad Celsius

Schmieröle:

über 100 Grad Celsius

 

 

Flash point (Flammpunkt): siehe Flammpunkt

 

Floor Broker: Makler, der durch seine Börsen-Mitgliedschaft zum direkten Handel an der entsprechenden Börse berechtigt ist. »Broker

 

Flotta: Ölfeld in der Nordsee bzw. Rohöl aus diesem Feld.

 

Flugturbinenkraftstoff: Flugturbinenkraftstoff (Jet fuel, Jet A-1, Düsenturbinentreibstoff) ist ein sorgfältig raffiniertes Petroleum für Turbinentriebwerke der kommerziellen Luftfahrt. Wegen der hohen Anforderungen dieser Triebwerke gelten für diese Kraftstoffart sehr umfassend international einheitliche Qualitätsbestimmungen.

 

Flüssiggas: (engl.: Liquified Petroleum Gas, Abk.: LPG)  ist die Bezeichnung für die unter Druck verflüssigten Gase Propan und Butan und deren Gemische. Flüssiggas dient in erster Linie für Heiz- und Kochzwecke, kann aber auch als Autogas in entsprechend modifizierten Ottomotoren verwendet werden

 

Flugbenzin: Flugbenzin ist ein hochoktaniger Kraftstoff für Flugzeuge mit Kolbenmotoren (Sport- und kleine Privatflugzeuge). Für Flugbenzin gilt die US-amerikanische Anforderungsnorm ASTM D910 Sorte 100 LL (Oktanzahl 10, Low lead=niedriger Bleigehalt). Die Bezeichnung im angelsächsischen Raum ist Avgas 100 LL für „Aviation gasoline“.

 

Fob: free on board (frei Verschiffungshafen): Lieferung "frei an Bord" eines Schiffes in einem benannten Verschiffungshafen (siehe cif).

 

FOD: Fuel Oil Domestique (franz: Bezeichnung von Heizöl, das für den französischen Markt qualitativ geeignet ist).

 

Force Majeure: Höhere Gewalt, es handelt sich dabei um Ereignisse die außerhalb des Verantwortungsbereichs der Vertragsparteien liegen und eine Vertragserfüllung verhindern. (z.B.: Erdbeben, Unwetter, Streik). Die "Force Majeure"-Klausel entbindet von der Erfüllung des Vertrages.

 

Forties: Ölfeld in der Nordsee bzw. Rohöl aus diesem Feld.

 

Fot: free on tank-Iorry / free on truck: frei Tankwagen ab Raffinerie oder Lager in einem benannten Ort.

 

 

Free Carrier (Frei Frachtführer (benannter Ort)): Diese Klausel basiert auf den gleichen Grundsätzen wie die Vertragsformel FOB, mit der Ausnahme jedoch, daß der Verkäufer seine Verpflichtungen erfüllt, wenn er die Ware dem Frachtführer am benannten Ort übergibt. 

 

Freie Tankstellen: Als freie Tankstellen, markenlose oder weiße Tankstellen werden die Tankstellen bezeichnet, die ihre Kraft- und Schmierstoffe im eigenen Namen und für eigene Rechnung verkaufen und nicht in das Vertriebssystem einer Markenfirma eingegliedert sind.

Von den gegenwärtig rund 16.300 Tankstellen in Deutschland können gut 6.100 zu den so genannten freien Tankstellen gerechnet werden. Unter ihnen  die knapp 1.700 Tankstellen im Bundesverband Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler (BFT) sowie die rund 750 unter der Marke AVIA zusammengeschlossenen freien Tankstellen.

 

Frontmonat: jeweils aktuell gehandelter Kontraktmonat an der Börse

 

Fundamentalanalyse: Die Fundamentalanalyse untersucht den Markt hinsichtlich der augenblicklich darauf einwirkenden Ereignisse und Sachverhalte wie z.B. OPEC-Politik, Bestände, Raffineriekürzungen, Wetterlage.

 

Furfurol: s. Heizölkennzeichnung

 

Future/Futureskontrakt: Ein Future bzw. Futures-Kontrakt ist ein standardisierter Vertrag, der an einer Terminbörse gehandelt wird. Er verpflichtet zur Lieferung bzw. Annahme einer bestimmten Ware zu einem zukünftigen Zeitpunkt. Der Kontrakt definiert die zu liefernde Ware in Mengen und Qualität und die Lieferbedingungen.

 

Futuresbörse: Terminbörse

 

Gasöl: Entspricht dem englischem "Gasoil" und meint im üblichen Sprachgebrauch heute "leichtes Heizöl" (HEL)

 

Geld/Brief: gemeinsame Angabe von Geldkurs = Preis, zudem ein Wert nachgefragt wird (Kaufpreis) und Briefkurs = Preis, zudem ein Wert angeboten wird (Verkaufspreis)

 

Geldkurs:Ein Angebot, einen Futures-Kontrakt zu diesem Kurs zu kaufen »Briefkurs

 

Gewinnmitnahmen: Glattstellung einer offenen Börsenposition, bei der ein Gewinn erzielt wird.

 

Glattstellung: Durch eine Glattstellung werden offene Positionen geschlossen. Die Glattstellung ist der Kauf eines Futures mit identischer Ausgestaltung, wenn der Marktteilnehmer bisher eine offene Verkaufsposition hatte. Umgekehrt wird die Glattstellung einer bestehenden Kaufposition duch den Verkauf eines identischen Futures erreicht.

 

Glattstellungs-Transaktion: Ein Geschäft, durch das eine bestehende Terminmarkt-Position geschlossen wird. Durch Kauf (Buy-closing) wird eine Short-Position, durch Verkauf (sell-closing) eine Long-Position geschlossen. Durch eine Glattstellungs-Transaktion ist es dem Marktteilnehmer möglich, sich vor Verfall bzw. Fälligkeit des Terminkontrakts aus seiner Verpflichtung zu lösen und damit bestehende Gewinne oder Verluste zu Realisierung.

 

Gradtagszahlen: Differenz zwischen der mittleren Raumtemperatur (derzeit 20 Grad Celsius) und der mittleren Außentemperatur. Die einzelnen Gradtagszahlen werden durch Addition zu Gradtagszahlen eines Monats oder einer Heizperiode zusammen gefasst. Sie sind ein Maß für den Verbrauch an Heizenergie.

 

Grenzübergangswert: Der Grenzübergangswert oder Preis frei deutsche Grenze wird vom Statistischen Bundesamt, Wiesbaden, im Rahmen der Außenhandelsstatistik monatlich nach Warenart und Herkunftsland veröffentlicht. Er ist der Wert des Rohöls bzw. der Mineralölprodukte einschließlich der Transport- und Versicherungskosten vom Ursprungsland bis zur deutschen Grenze (cif).

 

Grundöle: Grundöle sind die Ausgangsprodukte für die Herstellung von Schmierölen. Sie erhält man aus der Vakuumdestillation geeigneter Rohöle durch Entparaffinierung (Entwachsung), Entaromatisierung und eine besondere Endbehandlung, früher mit Schwefelsäure und Bleicherde, heute mit Wasserstoff (Hydrofining). Die Einstellung besonderer Eigenschaften erfolgt durch Mischung von Grundölen und durch Verwendung von Additiven.

 

Gullfaks: Ölfeld in der Nordsee bzw. Rohöl aus diesem Feld.

 

Hedger: Der Hedger ist ein Marktteilnehmer, der Futures kauft oder verkauft, um sich gegen eine Preisveränderung bei der Ware, die er kaufen oder verkaufen will, zu schützen. Ein Hedger hat am Kassamarkt stets eine Gegenposition zur Terminmarktposition.

 

Hedging: Kaufabsicherung » Verkaufsabsicherung Hedging-Absicherung-ist die Anwendung einer Strategie zur Verringerung von Risiken, die durch ungünstige Zins- oder Kursentwicklungen entstehen können. Dabei sollen Verluste am Kassamarkt durch Gewinne am Terminmarkt kompensiert werden. Dazu müssen die an den jeweiligen Märkten gehandelten Güter nicht identisch sein, jedoch ihre Preisentwicklung möglichst parallel verlaufen. So können beispielsweise im Rahmen einer Hedging-Strategie fallende Kurse zu einem Gewinn auf der Terminposition führen, der der Höhe des Kursverlustes bei dem am Kassamarkt gehandelten Basiswert entspricht. Umgekehrt kann jedoch auch – in Abhängigkeit von der gewählten Strategie – der Fall eintreten, daß Gewinne am Kassamarkt durch Verluste auf der Terminposition aufgezehrt werden.

 

Heizöl: Heizöl gehört zur Gruppe der »Mitteldestillate und siedet zwischen 200 und 360 Grad Celsius. Heizöl wird in 2 Sorten angeboten: Als leichtes Heizöl (HEL) zur Wärmeerzeugung und als schweres Heizöl (HS) zur Verbrennung in Industrieöfen oder Schiffsmotoren.

 

Heizölkennzeichnung (Färbung): Die Mitteldestillate (leichtes Heizöl und Dieselkraftstoff) sind in ihrer chemischen Zusammensetzung ähnlich. Da leichtes Heizöl mit wesentlich niedrigeren Mineralölsteuern belastet ist als Dieselkraftstoff, hat es Missbrauch von Heizöl als Dieselöl gegeben.

Der Bundesrepublik Deutschland entstanden durch diese illegale „Verdieselung“ von Heizöl erhebliche Steuerausfälle. Um den Missbrauch zu verhindern, wird seit dem 1. April 1976 leichtes Heizöl durch Farbbeimischung sowie einen Indikator (Furfurol) gekennzeichnet.

 

HFO 1 pct: Heavy Fuel Oil (HS, Schwefelgehalt max. 1%)

 

HFO 1,8 pct: Heavy Fuel Oil HS, Schwefelgehalt max. 1,8%)

 

HGL: Holländischer Gulden

 

High sulphur: hochschwefelige Ware, gilt allgemein als Kurzbezeichnung für schweres Heizöl im Englischen.

 

High/Hoch: Höchstwert einer Preisspanne (hoch) Tageshigh = Tageshöchstpreis

 

HSFO: High Sulphur Fuel Oil: Hoch schwefeliges Heizöl mit Schwefelgehalt von max. 3% Schwefel und mehr.

 

IEA: International Energy Agency) Internationale Energieagentur in Paris. Einrichtung der OECD. Wurde nach der Ölkrise 1973 von den Mitgliedsstaaten gegründet. Aufgabe ist es: Beobachtung von Öl-Nachfrage und Angebot sowie Überwachung  der Bestandshaltung zur Vermeidung von Ölkrisen.

 

Immission: Sind die auf Menschen , Tiere, Pflanzen oder Sachen einwirkenden Luftverunreinigungen (Niederschlag von Emissionen).

 

Incoterms: International Commercial Terms (Internationale Handelsbedingungen) Die Klauseln für den (insb. Internationalen) Handel, die die Export-/Importfreimachungen, den Transport, den Lieferort, den Gefahren-/Kostenübergang sowie die Transportversicherung bei einem Warenhandelsgeschäft regeln.

 

Interconnector: Interconnector heißt die Unterwasser-Pipeline, die seit 1998 das britische Gastransportsystem mit dem des Kontinents verbindet. Die Leitung ist 235 Kilometer lang und verläuft von Bacton (England) bis Zeebrugge (Belgien). Betreibergesellschaft ist Interconnector UK Ltd..

 

IT-Produkte stellen Prozesse, Verfahren oder Einrichtungen für die Erstellung oder Nutzung von Informationen zur Verfügung. IT-Produkte unterstützen die automatische Abwicklung von Geschäftsprozessen oder erledigen diese zumindest in Teilen sogar komplett.

 

IP: Institute of Petroleum, London - Renommierte Einrichtung der Ölindustrie Großbritanniens, die als Diskussionsforum und für die Standardisierung von Testmethoden eingerichtet wurde.

 

IPE: International Petroleum Exchange, London - Die IPE notiert seit 1981 als Futuresbörse in London vor allem Energiefutures. An der IPE wird der gesamte Handel mit Videokameras aufgezeichnet. Am aktivsten gehandelt werden die Futures auf Nordseeöl der Qualität Brent und auf Heizöl.

 

IWO: Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. mit Sitz in Hamburg, www.iwo.de

 

Jato: > Tonnen pro Jahr. Größe, die insb. der Angabe einer Raffinerie (Kapazität, Auslastung) dient.

 

Jet fuel: Jet fuel ist das englische Wort für Flugturbinentreibstoff oder Kerosion

 

JP-1: Jet Petroleum No. 1 (Flugturbinenkraftstoff), für die zivile Luftfahrt.

 

Kassamarkt: Der Kassamarkt ist der Markt, auf dem die physische Ware gehandelt wird. Im Gegensatz dazu wird am Terminmarkt in der Regel keine Ware bewegt und ausgetauscht, sondern es werden Kaufverträge geschlossen und glattgestellt.

 

Katalysator: Ein Katalysator besteht aus Materialien, die den Ablauf chemischer Reaktionen beschleunigen, ohne sich dabei selbst zu verändern.

 

Kaufabsicherung: Eine Kaufabsicherung dient dem Verwender einer Ware dazu, durch den Kauf eines Futures-Kontraktes sich den Preis einer Einkaufsware, die man zu einem zukünftigen Zeitpunkt kaufen möchte, zu sichern.

 

Kavernenspeicher: Kavernenspeicher sind  Untertagespeicher zur Lagerung von Gasen oder Flüssigkeiten in künstlich angelegten Hohlräumen. Hierfür werden vorwiegend Salzablagerungen genutzt, in denen gezielt Hohlräume (Kavernen) durch Ausspülen mit Frischwasser (Solung) geschaffen worden sind. Die Salzschicht, die die Kaverne umgibt, sowie das darüber liegende Gebirge ermöglichen eine Speicherung unter hohem Druck und machen ein Entweichen des gespeicherten Stoffes unmöglich. (Porenspeicher).

Kavernen bieten im Vergleich zu oberirdischen Lagermöglichkeiten mehrere Vorteile. Für sie benötigt man an der Erdoberfläche keinen Raum. Sie sind nahezu unsichtbar und beeinträchtigen das Landschaftsbild nicht. Zudem sind die Investitionen für Kavernen, bezogen auf den Kubikmeter Lagerraum, mehr als zwei Drittel niedriger als z.B. für oberirdische Stahltanks. Nachteil ist, daß nicht jeder Untergrund auf Dauer Flüssigkeitsdichtigkeit garantieren kann und so für das Anlegen von Kavernen geeignet ist.

1995 gab es in der Bundesrepublik Deutschland rund 30 Millionen Kubikmeter Lagerraum in Kavernen.

In der Bundesrepublik Deutschland wird ein Großteil der Pflichtvorräte (Bevorratung), überwiegend Rohöl, in solchen Kavernen gelagert. Sie werden daher fast ausschließlich vom Erdölbevorratungsverband (EBV) bzw. vom Bund betrieben.

 

Kerosin ist die Fraktion der Rohöldestillation im Siedebereich von etwa 150 bis 250 Grad Celsius. Kerosin wird hauptsächlich für Flugturbinentreibstoff eingesetzt (auch als Jet Fuel bezeichnet).

 

Kohlenwasserstoffe sind organische, chemische Verbindungen, die vorwiegend aus Kohlen- und Wasserstoff bestehen.

 

Kommission (Gebühr): Ein nicht unerheblicher Faktor für den Börsenakteur sind die Kosten des Handels, die bei jeder Transaktion anfallen und Verluste vergrößern sowie Gewinne schmälern. Wer aus kurzfristigen Bewegungen Vorteile erzielen will, muß demgemäß häufige Transaktionen abschließen. Häufige Transaktionen führen aber zu hohen Gebührenbelastungen. Diese Kosten, auch Kommissionen genannt, sind in der Regel festvereinbarte Beiträge für den Kauf und Verkauf (Roundturn) eine Kontraktes, gleichgültig wie hoch der erforderliche Einschluß oder der gesamte Kontraktwert ist. Ausnahmen bilden Metall-Kontrakte der Londoner Metal Exchange (LME). Bei diesen Kontrakten beträgt die Kommission einen Prozentsatz des gehandelten Kontraktwertes.

 

Konsolidierung: Eigentlich die Umwandlung kurzfristiger in langfristiger Schulden. Im Börsensprachgebrauch eine Stabilisierung der Kurs- bzw. Preisentwicklung, in Reaktion auf vorangegangene starke Bewegungen.

 

Kontrakt: An den Terminmärkten standardisierte Mengen für ein Options- oder Futuresgeschäft. Die standardisierten Kontraktspezifikationen enthalten standardisierte Angaben über Laufzeit des Kontrakts, Menge und Qualität des Basiswertes, bei Optionskontrakten darüber hinaus noch die Angabe des Optionstyps und des Basispreises, zu dem der Basiswert zu liefern bzw. abzunehmen ist. Einzige Variable ist der Preis des Kontrakts, der an der Börse ausgehandelt wird.

 

Konvergenz: Zusammenlaufen von Preisrichtung und Bewegungsrichtung bei Momentum, RSI und Stochastik.

 

Konversionsanlage: Eine Konversionsanlage ist eine Bearbeitungsanlage, in der aus zähflüssigen bis festen Erdölrückständen leichtflüssige Produkte hergestellt werden. (Coker, Cracker)

 

Kraftstoffe schwefelarm-schwefelfrei: Als schwefelarm werden Kraftstoffe bezeichnet, die - gemäß dem Auto-/Oil-Programm (AOP) - einen Schwefelgehalt von weniger als 50 ppm aufweisen. Schwefelfreie Kraftstoffe sind Kraftstoffe mit weniger als 10 ppm Schwefel.

 

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK): KWK bezeichnet die gleichzeitige Gewinnung von Strom und Wärme in einer Anlage. Die Wärme wird entweder zu Heizzwecken (Fernwärme) oder in Produktionsprozessen (Prozesswärme) genutzt. (siehe: Blockheizkraftwerke / BHKw)

 

Last/letzer Handel: Preis für den zuletzt durchgeführten Abschluß eines Kontrakts in der Börsensitzung.

 

Last Trading Day: Aufgrund von Börsenregeln festgesetzter letzter Handelstag eines Terminkontraktes. (Expiry Day)

 

Limit: Das Limit gibt bei einem limitierten Kaufauftrag den Höchstpreis, zu dem gekauft werden darf.

 

Linienchart: Graphische Darstellung des Börsengeschehens mittels einer Linie. Sie wird in der Regel gebildet durch die Verbindung aller Schlußwerte einer Zeitperiode.

 

Liquidation: (Glattstellung) Die Positionen werden glattgestellt und zwar durch Kauf bei einer short Position und durch Verkauf bei einer long Position,

 

LNG (Liquefied Natural Gas): LNG ist die Abkürzung für verflüssigtes Erdgas. Da der Erdgastransport von weit entfernten Lagerstätten durch Pipelines schwierig oder unwirtschaftlich sein kann, verflüssigt man das Erdgas durch Abkühlung auf ca. 162  Grad Celsius und verkleinert dadurch das Volumen gegenüber dem gasförmigen Zustand auf den 600sten Teil, Dieses LNG wird in Flüssig-Erdgas-Tankern zu den Verbraucherländern transportiert, um dort wieder verdampft zu werden.

 

Locals: (siehe Eigenhändler)

 

Lombard: Lombardsatz, den der Zentralbankrat festlegt, dient der Regulierung von Kredit- und somit Geldversorgung der Wirtschaft. Es ist der Zinssatz, zu dem die Bundesbank den Kreditinstituten gegen Verpfändung von Wertpapieren Kredite gewährt. (->Diskont)

 

Long: engl. "long", bezeichnet den Besitz von Waren über Lieferverpflichtung hinaus, bzw. an der Börse erworbene Kaufoptionen. Insb. bei Spekulationen auf steigende Preise.(Hausse-Spekulation) (deutsch: lang) Man ist „long“, wenn man eine Kauf-Position hält, weil man höhere Preise erwartet.

 

Long-Hedge: Kaufabsicherung

 

Long-Position: Position, die durch den Kauf eines oder mehrerer Kontrakte entsteht und nicht durch den Verkauf entsprechender Kontrakte ausgeglichen ist.

 

Lot: Angabe der Mengeneinheit, zu der an der jeweiligen Warenterminböse gehandelt wird.(z.B. bei Gasoil an der IPE: 1Lot = 100 Tonnen) ( -> Volumen) (deutsch = Los) Standardisierte Handelseinheit einer Ware.

 

low/tief: Tiefstwert einer Preisspanne

 

LPG (Liquefied Petroleum Gas): LPG ist der englische Ausdruck für Flüssiggas

 

LSFO: Low Sulphur Fuel Oil (schweres Heizöl mit einem Schwefelgehalt von max. 1,0%)

 

MA: Moving Average (Gleitender Durchschnitt), Börsenindikator

 

Margin: Die Margin ist ein Betrag, der in einem Konto als Sicherheitsleistung hinterlegt wird, um die Erfüllung des Kontraktes zu gewährleisten (initial margin), bzw. die Höhe, um die dieses Konto verändert wird (variation margin).

 

mbpd: million barrels per day: Internationale gebräuchliche Maßangabe der Förderung, Verarbeitung und Lieferung/Verkauf von Öl.

 

Methan: Methan ist ein farb- und geruchloses, nicht giftiges und brennbares Gas, das sich bei der anaeroben Verwesung von tierischen und pflanzlichen Teilen bildet. Methan ist Hauptbestandteil des  Erdgases, Begleiter des Erdöls und Teil des  Kokerei- und  Stadtgases. Es setzt sich aus einem Atom Kohlenstoff und vier Atomen Wasserstoff zusammen (chemische Formel: CH4).

 

Methanol: Methanol (Methylalkohol, Siedpunkt 65 Grad Celsius) ist der vom chemischen Aufbau her der einfachste Alkohol und nicht zu verwechseln mit dem „Trinkalkohol“ (Ethanol). Methanol ist giftig. Nach heutigem Stand der Technik kann Methanol aus einer ganzen Reihe von Rohstoffen hergestellt werden: aus schweren Ölrückständen, aus Erdgas, aus Braunkohle und Steinkohle, aus Holz und kohlestoffhaltigen Anfällen.

In einem Gemeinschaftsprojekt „Alternative Energien für den Straßenverkehr“ des Bundesministeriums für Forschung und Technologie (BMFT) und der Deutschen Wissenschaftlichen Gesellschaft für Erdöl, Erdgas und Kohle (DGMK) wurde die Verwendung von Methanol als Kraftstoff (im direkten Einsatz, M 100 und als Benzin-Methanol-Mischkraftstoff, M 15 oder M 3) untersucht und dokumentiert.

 

Mitteldestillate: Als Mitteldestillat wird eine Fraktion der Rohöldestillation bezeichnet, deren Siedebereich der einzelnen Komponenten zwischen 180 und 360 Grad Celsius liegt. Zu ihnen gehören im wesentlichen leichtes »Heizöl, Diesel, Flugturbinenkraftstoff.

 

MIP: Mittlere Importparität

 

Mogas: engl. Motor gasoline = Motorenbenzin (Ottokraftstoff)

 

Momentum: Zeigt die Schwungkraft an, mit der ein Terminkontrakt oder Preis steigt oder fällt. Überschreitet das Momentum die Mittellinie von unten nach oben, gilt dies als Kaufsignal (=steigende Preise), durchbricht sie die Mittellinie von oben nach unten, ist mit fallenden Preisen zu rechnen.

 

Monatswechsel: Meint an den Terminbörsen jeweils das Auslaufen des 1. Monats (Front- oder auch Spotmonat), wobei der bisherige 2. Monat dann Frontmonat wird und die anderen Folgemonate entsprechend vorrücken. Unabhängig von dem kalendarischen Monatswechsel.

 

Moving Averages (MA): Gleitende Durchschnittswerte der Schlußkurse einer bestimmten Zeitperiode. MAs werden zur Feststellung des Trends herangezogen und können bei Verwendung mehrerer Durchschnittslinien Kauf- und Verkaufssignale generieren.

 

MTBE (Methyltertiärbutylether): MTBE wird aus Methan und Isobuten hergestellt. MTBE ist sehr klopffest und wird als Kraftstoffkomponente verwendet. Durch seinen sehr intensiven Geruch und Geschmack wird es bereits in geringsten Konzentrationen wahrgenommen. In mehreren Bundesstaaten der USA wird die Nutzung von  MTBE untersagt, weil mehrere Trinkwasserquelle wegen MTBE aus undichten Kraftstofftanks unbrauchbar wurden. In Deutschland sind – im Unterschied zu den USA – nahezu alle Tankstellen mit doppelwandigen Tanks ausgerüstet worden, so daß (wie das Umweltbundesamt in Berlin bestätigt) keine Gefährdung des Grundwassers zu befürchten ist.

ETBE, Ethyltertiärbutylether, enthält Ethanol statt Methanol und hat dem MTBE ähnliche Eigenschaften.

 

mth: engl. Abkürzung für "month", meint Bösenmonat

 

mton: metric tonne (Metrische Tonne), 1000 kg

 

Muster: Besonders im Barchart ergeben sich durch das Hintereinander der Bars verschiedene Muster, die für die weitere Börsenentwicklung Hinweise geben. Eine doppelte Spitze ist ein trendumkehrendes Muster, ebenso der doppelte Boden. Eine kleine Abwärtsbewegung im Aufwärtstrend wird Bull-Flag genannt und bestätigt die Preisrichtung. Es gibt eine Fülle von verschiedenen Mustern, die entweder trendbestätigende oder trendumkehrende Aussagekraft haben.

 

Nachschuß: Der Nachschuß ist die Zahlung, die vom Marktteilnehmer bezahlt werden muß, um seine Sicherheritsleistungen bei der Clearingbank aufzufüllen. Der Nachschuß wird von der Clearingbank per Margin-Abruf eingefordert.

 

Naphtha ist ein direkt aus dem Rohöl abgetrennter Benzinanteil mit einem Siedebereich  bis zu 180 Grad Celsius (Rohbenzin). Naphtha wird imPetrochemiebereich als Vorprodukt, z.B. in der Kunststoffherstellung, eingesetzt..

 

NAPM: National Association of Purchasing Managers, insb. Der NAPM-Index. Gilt als Konjunkturbarometer, das die Einkaufsneigung wiederspiegelt.

 

Nationales Informationssystem (NIS): Das Ziel dieses zwischen Bundeswirtschaftsministerium und Mineralölindustrie auf freiwilliger Basis vereinbarten Systems ist eine Verbesserung der Information der Bundesregierung über den deutschen Ölmarkt. Das System besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen:

o        Den Monatsmeldungen über die Preise der wichtigsten Mineralölprodukte auf dem Inlandsmarkt (Verbaucher-, Großhandels-, Ab-Raffinerie-Preise);

o        Den Halbjahresmeldungen über Rohöl- und Produktenimportpreise, die wesenlichen Kostenelemente im Bereich Verarbeitung und Vertrieb, die Nettoerlöse nach Hauptprodukten, die Ergebnisrechnung und die Absatzstruktur der Mineralölindustrie

 

Seit 1974 hat diese System in konstruktiver Zusammenarbeit zwischen dem Bundeswirtschaftsministerium und der Mineralölindustrie eine permanente Anpassung an die sich wandelnden Erfordernisse erfahren.

 

NDO: Norddeutsche Oelleitungsges.mbH

 

Net-Back-Verträge: Bezeichnung für Rohölverträge, bei denen der Rohölpreis nachträglich auf der Basis der Preise für die aus dem Rohöl hergestellten Produkte abzüglich einer Raffineriemarge und der Transportkosten ermittelt wird.

 

NK: Normalbenzin, Ottokraftstoff mit einer Oktanzahl von minimum 91

 

Non-OPEC: Rohölfördernde Länder die nicht der OPEC angehören.

 

NWE: Northwest Europe, Nordwest-Europa

 

NWO: Nord-West-Oelleitung Gmbh

 

NYMEX: New York Mercantile Exchange - Futuresbörse in New York. Als Butter and Cheese Exchange of New York  1872 gegründet, wurde sie 1882 in New York Mercantile Exchange umbenannt.

 

OAPEC (Organization of Arab Petroleum Exporting Countries): Die OAPEC wurde im Januar 19968 gegründet und hat ihren Geschäftssitz in Kuwait. Wesentliches Zeil der Gemeinschaft ist die Koordination der arabischen Ölpolitik. Auf diese Staatengruppe entfallen rund 60% der Welt-Ölreserven.

Mitglieder: Arabische Emirate, Ägypten, Algerien, Bahrein, Irak, Libyen, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien (Mitgliedschaft ruht seit 1987)

 

Ölpreisbindung: Aus Wettbewerbsgründen orientiert sich der Gaspreis insbesondere an der Preisentwicklung der wichtigsten Konkurrenzenergie, des Heizöls. Zum einen soll diese Ölpreisbindung vor der Marktmacht der wenigen großen Erdgasproduzenten schützen; durch langfristige  Liefer- und Abnahmeverträge haben Gasimporteure eine gewichtigere Marktposition gegenüber den Lieferländern. Zum anderen ist Heizöl der wichtigste Konkurrent des Erdgases.

 

Offene Positionen: Das offenen Interesse ist die Summe aller Open-Contracts, also die Summe aller Hausse-Baissepositionen, deren Anzahl ja identisch sein muß. Die Analyse des OI ist ein wichtiger Bestandteil für die technische Beurteilung des Marktes.

 

Offer : in deutscher Sprache als "Angebot" bezeichnet

 

Offshore: Als Offshore bezeichnet man die Erdöl- und Erdgaserschließungen vor der Festlandküste, auf dem die Kontinente umgebenden Shelfgürteln oder in größeren Binnengewässern.

 

OK: Ottokraftstoff, Benzin

 

Oktanzahl: Bei der Bestimmung der Klopffestigkeit wird ein besonderer Einzylinder-Prüfstandsmotor verwendet. Ja nach Arbeitsbedingungen liefert er die ROZ (Research-Methode) oder die MOZ (Motor-Methode). Alle Einzelheiten des Messverfahrens sind in DIN 51 756 (DIN-Normung für Mineralöle) festgelegt. Beide Oktanzahlen charakterisieren unterschiedliche Kraftstoffeigenschaften, die MOZ ist insbesondere ein Hinweis auf das Hochgeschwindigkeits-Klopfverhalten. Die ROZ ist in Deutschland durch die Norm DIN EN 228 (Ottokraftstoff) für Normalbenzin auf mindestens 91, für Superbenzin auf mindestens 95 und für Super Plus auf mindestens 98 festgelegt.

 

Olefine ist ein Sammelausdruck für einfach ungesättigte Kohlenwasserstoffe. Sie sind aufgrund einer Doppelbindung besonders gut für die Polymerisation, d.h. die Aneinanderkattung von Molekülen, geeignet, Polyolefine sind das Ausgangsprodukt für eine Vielzahl von Kunststoffen.

 

OPEC: Die OPEC (Organization of the Petroleum Exporting Countries), Organisation der Erdöl exportierender Länder, wurde im Jahr 1960 gegründet. Das Kartell hat seinen Geschäftssitz in Wien.

Mitglieder: Algerien, Indonesien, Iran, Irak, Kuwait, Libyen, Nigeria, Qatar, S.-Arabien, Va. Emirate, Venezuela

 

OPEC-Korbpreis: Rohölkorbpreis den die OPEC-veröffentlicht und der die Preise der Rohölsorten enthält. Rohölsorten: Bonny Light, Arabien Light, Sahara, Dubai, Tia-Juana, Isthmus, Minas

 

Open: Eröffnung, 1. Abschluß eines Börsenkontraktes zu Beginn des Handels

 

Open Contracts: (deutsch= offenes Interesse) Zahl der offenen Kontrakte, die gekauft oder verkauft wurde, ohne daß die Transaktionen durch den nachfolgenden Verkauf oder Kauf oder durch den Empfang oder die tatsächliche Lieferung einer Ware abgeschlossen worden ist.

 

Open Interest: deutsch: offenen Positionen

 

Option: Kein feste Postionsnahme an der Börse. Die Option kann, muß aber nicht erfüllt werden. Für Optionen werden Prämien zum Terminkontrakt vereinbart, die bei nicht Ausnutzung der Option verfallen. Siehe auch >put oder >call.

 

Oseberg: Ölfeld in der Nordsee

 

Ottokraftstoff (OK): Ottokraftstoff ist die offizielle Bezeichnung für Normal- (regular-) und Super- (Premium-) Kraftstoffe für Vergaser- und Einspritzmotoren mit Fremdzündung (Ottomotoren).

 

Over the counter (OTC): Im Termingeschäft Bezeichnung für den außerbörslichen Handel mit Terminkontrakten; OTC-Optionen sowie beiderseitig verpflichtende Termingeschäfte, die im außerbörslichen Bereich „Forwards“ heißen, sind hinsichtlich ihrer Kontraktspezifikationen (s. Kontrakt) nicht standardisiert.

 

PADD: Petroleum Allocation for Defense District ermittelt seine Mineralöl-Wochenstatistiken für die USA aufgeteilt in fünf Sektoren. (API)

 

pct: percent (%), Prozent,

 

Petroleum: Petroleum ist ein als Brennstoff, als Leuchtöl und zu Putzzwecken benutzte Fraktion der Rohöldestillattion im Siedebereich von etwa 150 Grad Celsius bis 250 Grad Celsius. Haupverwendungszweck von Petroleum ist der Einsatz als Flugturbinenkraftstoff, wie er in der Luftfahrt verwendet wird. Die englische Bezeichnung für Petroluem ist Kerosin (Kerosene). „Petroleum“ in englischsprachigen Texten bedeutet „Mineralöl“.

 

Petrolkoks entsteht durch die Verkokung von Erdölrückständen im Coker. Er enthält noch flüchtige Kohlenwasserstoffe (Grünkoks), die durch eine Weiterverarbeitung (Kalzinierung) ausgetrieben werden. Grünkoks wird in der industriellen Wärmeerzeugung verwendet, kalzinierter Petrolkoks (Kalzinat) als Elektrodenkoks in der Aluminiumindustrie.

 

Pit: oder Ring, Börsenparkett auf dem Aufträge ausgeführt werden > elektronischer Handel

 

Physische Lieferung: Der Ausgleich von durch den Kauf und Verkauf von Futures eingegangenen Verpflichtungen durch die Lieferung der Ware.

 

Porenspeicher: Porenspeicher sind  Untertagespeicher aus porösem Gestein, das - ähnlich wie ein Schwamm - Gas in seine Poren aufnimmt. Nach oben müssen Porenspeicher durch eine geschlossene, dichte Gesteins-schicht abgedichtet sein, damit kein Gas ausströmen kann. ( Aquifer-Speicher,  Kavernenspeicher

 

Ppm (parts per million): Tausendstel Gramm je Kilogramm (=mg/kg)

 

Premium: Superbenzin

 

Premium spreads: fixe Aufschläge für Superbenzin gegenüber Normalbenzin

 

Prev.: previous (Vortag)

 

Primärenergien: Primärenergien sind Naturprodukte, die ohne Umwandlung als Brennstoffe eingesetzt werden können. Zu ihnen zählen neben den  fossilen Energieträgern Mineralöl, Erdgas, Steinkohle und Braunkohle auch Kernbrennstoffe wie Uran und regenerative Energiequellen wie Wasserkraft, Sonne und Wind.

 

Produkte: OMR-Button auf der Homepage

 

Produktion: Im Upstreambereich bezeichnet Produktion die Förderung von Erdöl oder Erdgas.

 

Profile: OMR-Button auf der Homepage

 

Profit-taking: s. Gewinnmitnahmen

 

Put: Verkaufsoption

 

Rally: Schneller und deutlicher Preisanstieg.

 

Range: Preisspanne zwischen Höchst- und Tiefsnotierungen. (Spanne) Differenz zwischen dem Höchst und dem Tiefst während eines näheren definierten Zeitanschnittes (z.B.Tages-Range).

 

Rapsöl, Rapsölmethylester: Biodiesel

 

Referenzöl: Als Referenzöle („marker crude“) bezeichnet man die Rohölsorten, die den Bewertungsmaßstab für die meisten international gehandelten Rohöle bilden. In Europa ist dieses Referenzöl beispielweise das Nordseeöl „Brent“, in den USA sind es die Sortern „Wet Texas Intermediate“ (WTI) und „Alaskan North Slope“ (ANS). Ein gebrächlicher Indikator für die Rohölpreisentwicklung ist auch der so genannte OPEC-Korb von sieben Rohölen.

 

Raffinerie: Eine Raffinerie besteht aus Verarbeitungsanlagen, in denen aus Rohöl Mineralölprodukte hergestellt werden.

 

Reformulated Gasoline (RFG): Dieser aus den USA srtammenden Begriff bezeichnet Benzine mit gegenüber den z.Z. marktgängigen veränderter Zusammensetzung, um eine Minderung der Ozonbelastung zu erreichen. Für diese Kraftstoffe wird ein Mindestgehalt an Suerstoff: z.B. MTBE, ein niedriger Benzolgehalt und ein verringerter Dampfdruck gefordert. Sie dürfen weder Blei noch andere Schwermetalle enthalten.

Die Anforderungen an das „reformulated gasoline“ sind in den USA am „Clear Air Act“ festgelegt, der 1990 verabschiedet wurde, um die Luftverschmutzung in den Großstädten und Ballungszentren zu reduzieren. Wegen der in Europa anderen Fahrzeugtypen und Fahrweise hat die Europäische Kommission ein eignes Auto/Öl-Programm durchgeführt.

 

Regular: Normalbenzin (min. 91 Oktan)

 

RFG: Reformulated Gasoline

 

Rohölprovenienzen: Rohöle aus verschiedenen Vorkommen (Provenienzen) weisen unterschiedliche Qualitätsmerkmalen auf. Als Qualitätsmaßstab werden international u.a. die API-Grade als Ausdruck der Dichte verschiedener Rohölsorten verwendet. (je höher der API, umso niedriger das Spezifische-Gewicht)

 

Rohölsorten: Der Korbpreis für die OPEC-Rohöle setzt sich jetzt (15.07.05) aus elf Provenienzen zusammen, womit alle Mitglieder der Organisation berücksichtigt sind.

Im einzelnen handelt es sich um Algerian Saharan Blend, Indonisian Minas, Iranian Heavy, Iraqi Basrah Light, Kuweit Export, Libyan Es Sider, Nigerian Bonny Light, Qatar Marine, Saudi Arab Light, UAE Murban und Venezuelan BCF 17.

Dem neue Korbpreis liegt eine Dichte von 32,7 Grad API statt bisher 34,6 Grad API zugrunde. Durch die neu dazugekommenen Rohöle erhöht sich der durchschnittliche Schwefelgehalt von 1,44% auf 1,77%.

Die neue Zusammensetzung des OPEC-Korbpreises sollte nach Auffassung von Experten zu einer Verbilligung von 1$/b bis 2$/b führen, da sich die schlechtere Qualität in der Preisfindung niederschlägt.

 

Rotterdamer Markt: Wichtigster Umschlagplatz für Mineralöl in Europa und gleichzeitig bedeutendster Raffineriestandort ist die Region um Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam (ARA-Raum). Dort stehn Raffinerien mit einer Gesamtkapazität von rund 90 Millionen Tonnen sowie rund 30 Millionen Kubikmeter Tankraum, Diese Raffinerien versorgen zum einen den heimischen Markt, zum anderen dienen sie als „ Swing-Refineries“ oder „Balancing-Refineries“ den Gesellschaften für die Versorgung anderer Märkte in Europa. Rotterdam bietet die Möglichkeit, Großtanker zu entladen. Von Rotterdam führen eine Anzahl von Rohölpipelines nach Belgien und Deutschland sowie eine Produktenpipeline in das Rhein-Ruhr-Gebiet und bis nach Ludwigshafen (Pipeline). Daneben werden von Rotterdam aus Ölprodukte mit Binnentankschiffen über den Rhein, Nebenflüsse und Kanäle ins Hinterland transportiert.

 

Round turn: Bezeichung einer kompletten Vertragsabwicklung, also öffnen und schließen einer Börsenposition.

 

RSI: Zeigt wie das Momentum die Dynamik eines Marktes an und signalisiert zudem eindeutig überkaufte und überverkaufte Marktsituationen.

 

Schwefelarm/schwefelfrei: siehe: Kraftstoffe schwefelarm/schwefelfrei

 

Settlement Price: Offizieller Schlußpreis an der Börse. Der Preis, zu dem die Clearing-Stelle am Ende eines Handelstages den Wert des Kontraktes ermittelt. Der Settlement-Preis ist Grundlage für die Margenberechnung der Clearing-Stelle.

 

SFR: Schweizer Franken

 

Short: Leerverkäufe (deutsch= kurz) Man ist „short“, wenn man eine Verkaufsposition hält, weil man tiefere Preise erwartet.

 

Short-covering: Eindeckung von Verkaufspositionen

 

Short-Hedge: Verkaufabsicherung

 

Short-Position: Position, die durch den Verakuf eines oder mehrerer Kontrakte entsteht und nicht durch den Kauf entsprechender Kontrakte abgedeckt ist.

 

Shutdown: Zeitweise Raffineriestillegung, insbesondere bei Überholungsarbeiten oder Routineinspektionen.

 

SIMEX: Singapore International Monetary Exchange, Futurebörse in Singapur. Ursprünglich als erste Futuresbörse Asiens mit ausschließlichem Handel in Finanz-Futures gegründet, notiert sie inzwischen auch Rohstoff-Futures (u.a. Brent-Rohöl)

 

SKE: Steinkohleneinheit= Maßeinheit, die es ermöglicht, unterschiedliche Energieträger in ihrem Heizwert miteinander zu vergleichen. Hierbei werden die einzelnen Energiesorten in ihrer Energieausbeute umgerechnet auf den Heizwert, die einem Kilosteinkohle = 29,26MJ/Kg = 7.000 Kcal/Kg = 1 SKE entsprechend z.B. Ein Kilo HEL = 1.46 SKE (s.auch  Umrechnungsfaktoren)

 

Spekulant: Der Spekulant ist ein Marktteilnehmer, der hofft, durch die Änderung von Börsenpreisen Gewinne zu erzielen. Er hat in der Regel kein Interesse an dem Besitz der Ware, mit der er an der Terminbörse handelt.

 

Spekulation:  Gewinnorientierte Ausnutzung erwarteter Preisänderungen. Termininstrumente erlauben dem Spekulanten, Gewinne aus steigenden oder fallenden Kursen zu erwirtschaften. Im Gegensatz zum Hedger nimmt der Spekulant bewußt eine Erhöhung seines Preisrisikos vor.

 

Spezifikationen

Spezifikationen beschreiben die Qualitätseigenschaften von Produkten mit dem Ziel, eindeutige Regelungen für Produktionen und Vertrieb der Produkte festzulegen. Neben Grenzwerten, die nicht über- oder unterschritten werden dürfen, erhalten die Spezifikationen auch die entsprechenden Messverfahren, nach denen die Eigenschaften ermittelt werden.

 

 

Spotmarkt: Jede Mineralölgesellschaft wird sich zeitweise Überschüssen und zeitweise einem Mangel bie einzelnen Produkten oder Rohölqualitäten gegenübersehen, die es kurzfristig auszugleichen gilt. Hierfür bietet sich der Spotmarkt an.

Spotmärkte dienen dem kurzfristigen Handel mit Mineralölprodukten und Rohölen. Sie sind regionale Märkte, da der kurzfristige Ausgleich lokaler Versorgungslücken keine langen Transportzeiten erlaubt. Der Spotmarkt für Nordeuropa ist der Rotterdamer Markt.

 

Spread: Preisdifferenz zwischen zwei Futureskontraktmonaten. Kombinationsstrategie: Gleichzeitiger Kauf und Verkauf von Optionen des gleichen Typs, die sich im Basispreis und/oder Verfalldatum unterscheiden. Der Anleger erwartet hierbei leicht fallende oder steigende Kurse bzw. will sich bei begrenztem Risiko den Zeitwertverfall zunutze machen. Spreads können auch mit Hilfe von Financial Futures gebildet werden. In diesem Falle werden gleichzeitig Futures gekauft und verkauft, wobei die verwendeten Kontrakte unterschiedliche Restlaufzeiten aufweisen. Ziel ist, bei begrenztem Risiko Gewinne aus einer relativen Preisänderung beider Kontrakte zu erwirtschaften.

 

Spread-Auftrag: gemeinsam auszuführender Auftrag, der an einer Terminbörse aus dem Kauf- und einem Verkaufsauftrag für das gleiche Basisprodukt mit gleicher Anzahl Kontrakte und unterschiedlichen Laufzeiten besteht.

 

Stadtgas: Stadtgas (Leuchtgas) ist ein Vorläufer des heute verwendeten  Erdgases. Es wurde seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts meist in städtischen Gaswerken aus Kohle hergestellt und in Rohren zum Verbraucher geleitet. Es diente anfangs der Straßenbeleuchtung, später zu Koch- und Heizzwecken. 1925 stellten die deutschen Gaswerke 3,2 Milliarden Kubikmeter Stadtgas her.Mit Ende der 20iger Jahre wurde schrittweise  Kokereigas zum neuen Stadtgas.

 

Stochastik: Errechnet das Verhältnis des Schlußkurses zum Höchst- und Tiefstwert einer Zeitperiode. Die Stochastik zeigt überkaufte und überverkauft Marktsituationen eindeutig an und gibt zudem Kauf- und Verkaufssignale.

 

Stop-Order: Eine Stop-Order ist ein bedingter Auftrag, der an das Erreichen einer Kursmarke (Stop-Kurs) gebunden ist. Der Stop-Kurs wird bei einem Kaufauftrag über, bei einem Verkaufsauftrag unter den aktuellen Kurs gesetzt. Nach Erreichen des Stop-Kurses wird der Stop-Auftrag zur Market-Order.

 

Substitution: Hierunter wird in der Energiewirtschaft der Ersatz eines Energieträgers durch einen anderen verstanden (direkte Substitution). Sie führt also zu einer Veränderung der Struktur der verwendeten Energieträger.

 

Swap: Es handelt sich um ein Tauschgeschäft. Neben den Devisentermingeschäften können auch Rohstoffe der Warenterminbörsen geswapt werden. Beispiel: Fluggesellschaften kaufen Jet-Fuel für längere Zeit um eine Budgetierung Ihrer Flugpreise vornehmen zu können.

 

TA Luft: Die TA Luft ist die „Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Technische Anleitung zur Reinhaltung der luft – TA Luft)“. Sie ist ein an die Vollzugsbehörden gerichtetes Regelwerk zum Umweltschutz. Die Betreiber industrieller und gewerblicher Anlagen sind von den Vorschriften der TA Luft erst betroffen, wenn Sie von den zuständigen Behörden in Auflagen umgesetzt worden sind. Die TA Luft enthält nach § 48 BImSchG vor allem Immissionewerte, Emissionswerte und Vorschriften für Messverfahren für Schadstoffe.

 

Terminbörse: Die Terminbörse ist ein Markt, an dem Futures und Optionen auf Futures gehandelt werden.

 

Terminkontrakt: Future

 

Tick: Ein Tick ist die kleinste Preisveränderung für einen Futures-Kontrakt, die an der Terminbörse notiert wird.

 

Treibhauseffekt: Wasserdampf und atmosphärische Spurengase wie Kohlendioxid, Distickstoffoxid,  Methan und Ozon absorbieren die von der Erde reflektierte längerwellige Wärmestrahlung. Hierdurch erwärmt sich die Erde ähnlich wie in einem Treibhaus im Jahresdurchschnitt auf eine Temperatur von etwa 15 Grad Celsius. Zu diesem natürlichen Treibhauseffekt kommt der vom Menschen geschaffene Treibhauseffekt durch zusätzliche Freisetzung von klimawirksamen Gasen. Hauptverursacher des zusätzlichen Treibhauseffekts ist der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2).

 

Trend: Preisrichtung: rauf, runter, seitwärts

 

Trendlinien: Zur Feststellung eines Trends werden in erster Linie Trendlinien verwendet. Eine Aufwärtstrendlinie wird gezeichnet, indem möglichst viele aufsteigende Tiefstpunkte in einem Chart miteinander verbunden werden. Bei einer Abwärtstrendlinie werden möglichst viele absteigende Höchstpunkte miteinander verbunden.

 

Trigger: engl.= Auslöser (Gewehr)abzug. Bei Triggerverträgen hat der Käufer eine Option in Teilmengen zu festggelgen Vertragsbedingungen auf Tagespreis- oder Formelvertragsbasis abzurufen.

 

Überkauft: Nach einem kräftigen Preisanstieg hat sich der Markt soweit überhitzt, daß sich kaum noch Käufer finden und eine baldige Korrektur zu erwarten ist. Eine solche Marktsituation nennt man überkauft. Sie wird durch die charttechnischen Analysewerkzeuge RSI und Stochastik festgestellt

 

Überverkauft: Ich einem kräftigen Preisverfall hat sich der Markt soweit abgekühlt, daß sich kaum noch Verkäufer finden und eine baldige Korrektur zu erwarten ist. Eine solche Marktsituation nennt man überverkauft. Sie wird durch die charttechnischen Analysewerkzeuge RSI und Stochastik festgestellt.

 

ULSD: Ultra Low Sulphur Diesel = schwefelarmer Dieselkraftstoff (max. 50 ppmS)

 

 

Umrechnungsfaktoren:

 

A. Mineralölwirtschaft (Rohöl)

Einheit

Liter

cbm

 

 

cubic

foot

Ameri-

kanische

Gallone

Imperial

(englisch)

Gallone

Ameri-

kanischer

Barrel

 

1 Liter

 

 

 

0,001

 

0,0353

 

0,2642

 

0,21997

 

0,00629

 

1 cbm

 

 

1.000

 

 

35,315

 

264,17

 

219,97

 

6,2898

 

1 cubic foot

 

 

28,317

 

0,028317

 

 

7,4805

 

6,2288

 

0,17811

 

1amerikanische

Gallone

 

3,7854

 

0,0037854

 

0,13368

 

 

0.03268

 

0,02381

1 Imperial

(englische)

Gallone

 

4,5461

 

0,0045461

 

0,16054

 

1,2009

 

 

0,02859

 

1amerikanischer

Barrel

 

158,99

 

0,15899

 

5,6146

 

42

 

34,9726

 

 

 

Weitere Umrechnungsfaktoren:

Rohöl

barrels

x

0,136

= Tonnen

(Mittelwerte)

Rohöl

barrels/day

x

49,8

= Tonnen

 

Gas

cubic feet/day

x

10,34

= cbm/Jahr

 

B. Energiewirtschaft

Einheit

Kilojoule

RÖE (kg)

SKE (kg)

kcal

kWh

BTU

1 Kilojoule

 

0,0000239

0,0000341

0,2388

0,0003

0,9478

1 RÖE (kg)

41.868

 

1,42855

10.000

11,63

39.682

1 SKE (kg)

29.308

0,7000

 

7.000

8,13

27.777

1 kcal

4,1868

0,0001

0,000143

 

0,001163

3,968

1 kWh

3.600

0,086

0,123

860

 

3.411

1 BTU

1,0551

0,0000252

0,000036

0,252

0,000293

 

RÖE = Rohöleinheit, SKE = Steinkohleneinheit, kcal = Kilokalorie, kWh = Kilowattstunde,

BTU = British Thermal Unit

 

C. Rohöl

Rohöl

in

Barrel

Barrel/Tag

metr.Tonne

Tonne/Jahr

Kubikmeter

 

von

 

 

multipliziere mit

 

Barrel (bbl)

 

1

-

0,136

-

0,159

Barrel/Tag (bbl/d)

 

-

1

-

50

-

metr. Tonne (t)

 

7,33

-

1

-

1,16

Tonne/Jahr (t/a)

 

-

0,020

-

1

-

Kubikmeter(cbm)

 

6,29

-

0,863

-

1

Anmerkung: Annäherungswerte aufgrund durchschnittlicher Dichte

 

               

 

D. Mineralölprodukte

Mineralölprodukte

1 Tonne (t) Normalbenzin

 

1325 bis 1400 Liter (Dichte/15 Grad Celsius: 0,715-0,755)

1 Tonne (t) Superbenzin

 

1280 bis 1370 Liter (Dichte/15 Grad Celsius: 0,730-0,780)

1 Tonne (t) Dieselkraftstoff/Heizöl EL

 

1160 bis 1230 Liter (Dichte/15 Grad Celsius: 0,815-0,860)

 

E. Energie

Energie

in

kj

kcal

kWh

SKE

RÖE

 

von

 

 

multipliziere mit

1 kj

 

-

0,2388

0,000278

0,0000341

0,0000939

1 kcal

 

4,1868

-

0,001163

0,000143

0,0001

1 kWh

 

3600

860

-

0,123

0,086

1 kg SKE

 

29308

7000

8,14

-

0,7

1 kg RÖE

 

41878

10000

11,63

1,4286

-

SKE: Steinkohleeinheit                     RÖE: Rohöleinheiten

 

F. Heizwerte und SKE-Faktoren

Heizwerte und SKE-Faktoren 1)

Mengeneinheit

Heizwert (kJoule)

Heizwert (kcal)

SKE Faktor

Rohöl (gem .Energiebilanz)

kg

42623

10180

1,454

Motorenbenzin

kg

43543

10400

1,486

Rohbenzin

kg

44000

10510

1,501

Flugturbinenkraftstoff

kg

43000

10270

1,467

Dieselkraftstoff

kg

42960

10260

1,466

Heizöl, leicht

kg

42733

10210

1,458

Heizöl, schwer

kg

40921

9770

1,396

Petrolkoks

kg

31045

7420

1,059

Flüssiggas

kg

46910

11200

1,601

Raffineriegas

kg

43312

10340

1,478

Andere Mineralölprodukte (Mittelwert)

kg

39822

9510

1,359

 

G. API-Grade und entsprechende Dichte

Einige wichtige API-Grade und die entsprechende Dichte:

Dichte

0,910

0,898

0,887

0,876

0,871

0,855

0,840

0,830

0.825

0,820

0.806

API

24

26

28

30

31

34

37

39

40

41

44

API: American Petroleum Institute

1)Energiebilanz Bundesrepublik Deutschland 1998 Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen

 

 

Unterstützung: Niveau, unter das die Preise in einer bestimmten Zeitspanne nicht absinken. Bei Durchbruch nach unten wird die Unterstützung zum Widerstand.

 

Upstream: Bezeichnung für alle Tätigkeitsbereiche vor Transporten, Verarbeitung, Vertrieb (siehe Downstream): also Ölsuche, -erschließung,-förderung von Erdöl.

 

USD: US-Dollar

 

Verkaufsabsicherung: Eine Verkaufsabsicherung wird durch den Verkauf eine Futures durchgeführt, um sich für einen bestehenden Warenbestand einen bestimmten Verkaufspreis zu sichern.

 

Volatilität: Maß für die Schwankungsbreite eines Kures während einer bestimmten Zeit. Eine Veränderung der Volatilität wirkt sich auf den Kurs unterschiedlicher Optionen unterschiedlich stark aus.

 

Volumen: Anzahl der getätigten Geschäfte. Im Warenterminhandel werden Verkauf und Kauf zusammen bewertet.

 

Vortag Diff: Nennung der Differenzbeträge zu den Vortagsnotierungen

 

Warenterminbörse Hannover (WTB): WarenTerminBörse Hannover. Erste Börse in Deutschland die Warentermingschäfte für Heizöl ermöglicht. Der

O.M.R.-Durschnittspreis gilt als Referenz-/Abrechnungpreis für die Auflösung der Börsenposition zum Cash-Settlement. (Jeweils am 15. eines Monats.)

 

Widerstand: Niveau, über das die Preise in einer bestimmten Zeitspanne nicht hinauskommen. Je öfter sie es probieren, desto stabiler zeigt sich der betreffende Widerstand. Wird er durchbrochen, so nimmt er dann die Postion der Unterstützung ein.

 

Wirkungsgrad: Wirkungsgrad nennt man das Verhältnis von erzeugter Nutzenergie zur zugeführten Energie

 

WTI: West Texas Intermediate. Bezeichung einer Rohölqualität die an der NYMEX-Börse als Futures gehandelt wird. Die WTI-Notierung liegt über dem OPEC-Korbpreise.